Kerstin Wildgrube – Pflegestelle

Vor über zwei Jahren fing ich an, im Tierschutz tätig zu sein. Mir fehlte etwas in meinem Leben und ich wollte etwas sinnvolles und gutes zu tun. Nur was?
Die Frage war schnell beantwortet. Ich liebe Tiere und schon immer wollte ich Hunde haben. Okay, auf was wartete ich dann also noch?

Ich bewarb mich bei einem Tierschutzverein als Pflegestelle und durfte mir gleich meinen ersten Pflegehund aussuchen. Welch eine Freude … Meine Pflegehündin Leona durfte im September 2015 zu mir fliegen und was soll ich sagen … ? Schon beim Betrachten der Bilder vorab hatte ich so ein „Gefühl“. Und prompt passierte, was einer Pflegestelle eigentlich nicht passieren sollte: Leona blieb und ich musste mich als Pflegestellenversager outen. Doch kurze Zeit darauf bekam ich einen Notfallhund von der Tierschutzorga und war „schwupp“ wieder mittendrin im Geschehen.

Ich liebe meine Hunde und mein größtes Glück war, dass ich durch Zufall auf die Seite von Cani Maremmani stieß. Die großen weißen Eisbären, meine Liebe. Die Hunde geben mir so viel und ich möchte Ihnen das Geschenk zurückgeben und Sprungbrett sein, damit sie die Chance haben, ein schönes und liebevolles Zuhause zu finden. Keiner meiner Schützlinge ist perfekt, jedoch genau dies ist das Schöne daran. Mein Sohn Julian und meine Mama unterstützen mich, wo sie nur können. Sie stehen voll und ganz hinter mir und den weißen Riesen. Wir schauen zusammen, dass es den Fellnasen an nichts fehlt und natürlich dürfen sie bei mir (fast :-)) alles. Ja, auch in meinem Bett schlafen, wenn sie es brauchen und es ihnen gut tut. Wir leben mit zwei Katzen zusammen. Eine findet es toll, mit uns und den Hunden spazieren zu gehen, jedoch die andere, naja, will lieber ihre Ruhe und geht den Hunden aus den Weg. Aber es funktioniert.

Meine Platzkontrollen versuche ich stets selber zu machen, denn mir ist es sehr wichtig, wo meine Babys ein neues Leben beginnen dürfen. Das Schöne daran ist auch, dass ich mit den meisten Familien, die Pflegehunde von mir haben, immer noch Kontakt habe und so stets erfahre, wie es meinen ehemaligen Schützlingen geht. Zu wissen, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe, lässt mein Herz natürlich höher schlagen. Und so werde ich auch weitermachen.

–> Was erwartet mich als Pflegestelle?

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