Bounty *adottato/vermittelt*

***Stand: Mai 2020***

Bounty ist ein ungefähr 2 Jahre junger Maremmano Abruzzese. Der Rüde wurde im März abgemagert und allein umherirrend von einer Tierschützerin an einer Gemeindestraße aufgegriffen. Es gelang ihr, Bounty anzulocken und in ein privates Rifugio in Kalabrien zu bringen.

Bounty befand sich in einem schlechten Zustand, hatte deutliches Untergewicht und sein Zustand deutete stark auf Leishmaniose hin. Dieser Verdacht hat sich nach einer Untersuchung in der Tierklinik bestätigt und es wurde sofort mit der entsprechenden medikamentösen Behandlung begonnen. Wir wissen, dass Hunde, die positiv auf Leishmaniose getestet sind, schlechtere Chancen auf Vermittlung haben. Noch immer ist Leishmaniose eine Art „Schreckgespenst“ für viele. Daher möchten wir an dieser Stelle die Gelegenheit nicht ungenutzt lassen, die so wichtige Aufklärung zu betreiben. Vorab: Natürlich kann niemand im Voraus sagen, wie sich eine Leishmaniose entwickelt. Schafft man jedoch gute Voraussetzungen, durch gutes Futter, ein stressarmes Leben und viel Zuwendung in einem liebevollen Umfeld, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass die Krankheit gar nicht erst zum Ausbruch kommt. Besonders Stress ist für einen Leishmaniosehund Gift, denn wie bei uns Menschen auch, leidet das Immunsystem bei Dauerstress. Der Organismus kann sich dann nicht mehr adäquat gegen Eindringlinge zur Wehr setzen. Das Immunsystem von Leishmaniosehunden aus dem Süden ist oftmals auf hervorragende Art und Weise in der Lage, die Leishmanien in Schach zu halten. So können auch diese Hunde ein normales Lebensalter erreichen. Bei zu viel Stress jedoch kann die Immunreaktion herabgesetzt werden und die Leishmanien haben freie Fahrt.

In jedem Fall ist ein guter Tierarzt, der sich idealerweise mit Mittelmeerkrankheiten auskennt, ein wertvoller Ansprechpartner. Dies sollte immer im Vorfeld abgeklärt werden. Leishmaniose kann heute mit den entsprechenden Medikamenten übrigens sehr gut behandelt werden. Ein regelmäßig erstelltes Blutbild zur Kontrolle gibt Sicherheit. Gern stehen wir auch mit Rat zur Verfügung – sprechen Sie uns bei Fragen hierzu bitte an.

Der süße Bounty ist übrigens verträglich mit Hündinnen und Rüden. Wenn der süße Bursche aufgepäppelt wurde, sollte er ein Gewicht von ca. 50 kg erreichen. Er wird also mal ein stattlicher Hund, der standfeste Menschen benötigt.

Sobald seine Behandlung abgeschlossen ist, kann Bounty gechipt, geimpft und mit EU-Heimtierausweis auf seine Reise gehen.

Sollte dieser süße und verschmuste Hundemann ihr Interesse geweckt haben, dann melden sie sich bei uns.

Michaela Gemüth
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Karin Wöhler
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