Der Pastore di Mannara

Der Mannara-Hund hat viele Bezeichnungen: Pastore di Mannara, Madonie e Nebrodi, Pastore pecoraio siciliano oder einfach Pastore Siciliano. Allerdings gibt es nur noch wenige Exemplare, die mit den Hauptmerkmalen dieser Rasse übereinstimmen. Der Mannara ist ein Hund, der mittlerweile auf sehr wenige Exemplare geschrumpft ist. Doch gibt es Bestrebungen seitens der Hirten, ihn zum Schutz der Herden gegen den Wolf und andere Beutegreifer wieder einzusetzen. Die Vorfahren des Sizilianers gegen auf den Mastiff, genau dem Branchiero, zurück, der mit dem Sporn auf den Hinterbeinen treu und aggressiv war und in der Kriegskunst verwendet wurde.

Der Mannara ist ein großer Hund mit lockigem Haar.

Alle sizilianischen Rassen sind auf ein genaues Herkunftsgebiet beschränkt (Comisana, San Fratellano, Val Belice, Ätna). Der Mannara ist keine Ausnahme, da er ein typischer Hund der Madonie und Nebrodi ist.

Sein Fell ist schwarz, weiß, schwarz-weiß, gescheckt, gestromt, tricolor – von glatt bis gekräuselt, alles ist möglich.

Die Madonie oder Plural die Madonien sind eine Gebirgskette ziemlich genau in der Mitte der Nordküste Siziliens. Das Gebirge befindet sich südlich von Cefalù und gehört zu Palermo.

Die Madonie zeichnet ein dicht bewaldetes Kalkmassiv aus, dessen Hänge zur Nordküste steil abfallen, zur Südseite dagegen sanft auslaufen. Im Zentralteil befindet sich eine karstige Hochebene aus der einige kahle, fast 2.000 m hohe Berggipfel herausragen. Die Madonie ist der höchster Teil der nordsizilianischen Bergkette (sizilianischer Apennin). Sie ist durch die Kollosion der europäischen mit der afrikanischen Erdplatte entstanden.

Die Nebrodi liegt östlich der Madonie und ist eine langgezogene, meist dicht bewaldete Bergkette, die von der Nordküste steil auf bis zu 1.800 hm ansteigt, oben nicht schroff, sondern abgerundet – meist mehr Kamm als Gipfel. Ausgedehnte Laubwälder, hochgelegene, grüne Weiden, Bergwiesen, viele Quellen und kleine Bachläufe die sogar einige kleine Gebirgsseen speisen und eine artenreiche Fauna finden sich hier. Der Hauptkamm verläuft parallel zur Nordküste, die Nebentäler in Nord-Süd Richtung, höchste Erhebung ist der Monte Soro (1.847 m). Er ist der sanfte, mittlere Teil des sizilianischen Apennin. Der Hauptkamm verläuft parallel zu Siziliens Nordküste und erstreckt sich über die Provinzen Catania, Enna und Messina. Die Nebrodi, einst Reich der Rehe sowie auch der Steinböcke und der Gemsen (aus dem griechischen nebros, Reh) bilden noch heute den reichsten Teil Siziliens an Tiervorkommen. Pferde, schwarze Wildschweine, Ziegen, dazu viel Weidevieh und Vogelarten …